Der STREET DOC mobilisiert sich

Neues Arztmobil in der Steuerungsgruppe vorgestellt

STREET DOC feut sich über ein Arztmobil, gespendet von der "medizinischen Hilfe Solingen".

Manchmal muss man einfach schnell sein. In diesem Falle: Der Chef persönlich. Kaum hat die Medizinische Hilfe Solingen am 24.3. ihr MediMobil zur weiteren Nutzung angeboten, ruft Walter Münzenberger, Geschäftsführer der ÖFG Ludwigshafen, dortselbst an. Und bekommt den Zuschlag – denn er ist der Erste! Der ehemalige Kranken-Transporter, ein Mercedes-Modell aus dem Jahr 2003, scheint gut in Schuss. Trotz seiner 280.000 Kilometer zeigt das Gefährt keinerlei Ermüdungserscheinungen. Vollausgestattet mit Behandlungsstuhl, Apothekerschrank und vorschriftsmäßigem Einstieg, bietet sich das Arztmobil für eine vielfältige Nutzung an.

       

Die erste Inaugenscheinnahme in Ludwigshafen erfolgt während der Sitzung der Steuerungsgruppe des STREET DOC am Nachmittag des 9.4. Hauptpunkt sind die Einsatzmöglichkeiten. – 2012 gegründet, seit 2013 mit humanmedizinischen, seit 2015 auch mit zahnmedizinischen Angeboten für Unterversorgte am Start, nutzt die Initiative von ehrenamtlichen Ärztinnen und Ärzten, Arzthelferinnen, Caritaszentrum und Haus St. Martin unter der Federführung der ÖFG bislang zwei kleinere Praxen in den Einweisungsgebieten sowie eine größere in der Dessauer Straße im Hemshof. Dr. Peter Uebel, Mit-Gründer und Dr. Markus Hauck, Mitstreiter der ersten Stunde, sehen mehrere Möglichkeiten: Zumal unter Corona-Bedingungen, da nur die Destination im Hemshof genutzt werden kann, besteht endlich die Möglichkeit, auch vor Ort in der Flur- und Bayreuther Straße wieder präsent zu sein – allerdings erst dann, wenn es die Inzidenzzahlen gestatten. Dann werden auch wieder Ärztinnen und Ärzte gebraucht, die sich ehrenamtlich bei Street Doc engagieren und das Projekt unterstützen möchten. Interessenten können sich bei der ÖFG unter 0621 595060 oder per E-Mail: StreetDoc@foerdergemeinschaft.de melden.

Eine besondere Chance bietet das MediMobil für die Phase der Baumaßnahmen; auch die Praxisräume in den Zuweisungsgebieten werden davon betroffen sein. Jedoch zu den gewohnten Zeiten an Mittwochnachmittagen wird das Dreier-Team aus Arzthelferin, Arzt oder Ärztin und Sozialberatung einfach vorfahren und somit medizinische Basishilfe vor Ort leisten können, auch während die Bagger in den Quartieren dominieren. Dies erscheint umso wichtiger, da zahlreiche Bewohnerinnen und Bewohner schwer erkrankt sind und nicht selbständig in die Dessauer Straße gelangen können.

Und ein weiteres Einsatzfeld eröffnet sich nunmehr: mobil im Stadtgebiet unterwegs zu sein, um medizinisch bislang unzureichend versorgte Menschen, mit einer aufsuchenden Hilfe zu versorgen. – Nur eine Frage ist noch nicht geklärt: Wer fährt das Ding? Der STREET DOC kann sich ein Patenschafts-Modell gut vorstellen; vielleicht jemand mit Erfahrungen eine Sanitäter*in ohne Scheu, so ein Einsatzfahrzeug zu lenken? Bei Interesse bitte melden unter: 0621 595060.

 

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