Der Flurbote / Bayreuther Echo

Ausgabe 02.2020

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EDITORIAL

Es hätte schlimmer kommen können. Es hätte schlimmer kommen können? Das kommt immer darauf an, wo man gerade lebt. Oder eben nicht mehr lebt ... Außerdem: Wer weiß schon, was noch alles auf uns zukommt? – In der letzten Ausgabe unserer BWZ (Bewohner*innenzeitung) sah es ganz schön finster aus; ehrlich gesagt, haben fast alle einen fatalen Viren-Ausbruch in den Einweisungsgebieten erwartet. Ein paar hundert Meter entfernt von der Bayreuther Straße ist es passiert: In der Containersiedlung Mannheimer Straße. Doch auch darüber hat man nicht viel erfahren. Nur eben mal so viel, dass die Frau Oberbürgermeisterin selbst ausgesuchte Gummibälle über den Zaun geworfen hat. Eine schöne Geste.
Angesichts all dessen, was nicht passiert ist, ist aber jede Menge passiert! Wie so oft in schweren Tagen, aktiviert der Mensch Selbstheilungskräfte. Kommt auf andere Ideen. Findet Lösungen. So ist und bleibt es faszinierend, wie die Aktiven vor Ort – während doch einige Kolleginnen und Kollegen als Hochrisikopatient*innen lange ausfielen – viel mehr auf die Beine gestellt haben als dies irgendjemand hätte erwarten können. Dazu sehr viel mehr auf den Seiten 2-4. – Auch auf kreativem Sektor wurde einiges entwickelt: Unser Streetworker lässt uns von Seite 6 bis 7 teilhaben an künstlerischen Erzeugnissen, die jüngst in seinem Mal-Workshop entstanden. – Auch Politik und Verwaltung waren tätig und beschlossen am 17.8.20 eine Empfehlung an den Stadtrat, womit dem legendären Prüfauftrag vom April 2017 eine positive Wertung beschieden wurde: Die weißen Blöcke werden renoviert, die roten abgerissen und durch Neubauten ersetzt. Hauptergebnis: Es wird keine Zwangswohngemeinschaften mehr geben, sondern kleine Appartements mit Nasszelle plus WC, Kochgelegenheit und Sitzecke. Baubeginn wird schätzungsweise 2024 sein ... Und was wird aus Mundenheim? Auch dazu – etwas – mehr auf den Seiten 10 und 11.
Einmal mehr hat DER GAST anspruchsvolle Textbeiträge geleistet: einen Essay (S. 14) sowie ein Jahreszeitengedicht (S. 16). Da wir schon mal bei Literatur sind: Von Johannes Hucke gibt es einen neuen Roman, sogar einen Schorle-Krimi namens METT (S. 9). Weshalb wir darüber berichten? Nun, in dem Schlüsselromänchen wird der Bamberger Platz schon mal komplett entsorgt. Und warum nicht die Bayreuther Straße? Weil es halt ein Roman ist, Fiktion und leider noch keine Wirklichkeit ... – Vollkommen real aber ist Anika Gaul, unsere neue Praktikantin – herzlich Willkommen! Auf Seite 8 stellt sie sich vor. – Von uns gegangen ist leider Vicente, jahrelang eine prägende Erscheinung in Ludwigshafen. Ein Nachruf auf Seite 5. – Ihr merkt, unser Blättchen ist ganz schön dick geworden, diesmal. Und es kommt noch doller: Nina Christahl berichtet nicht nur von ihrem fem.-Projekt, sondern auch von einer – für Ludwigshafen – neuen Entwicklung, die „Familienrat“ heißt. Steht auf S. 12/13. Unbedingt lesen. Und dabei neue Hoffnung schöpfen. Schönen Sommer noch!

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