DER FLURBOTE / BAYREUTHER ECHO

Ausgabe 4.2017

Editoral

„Nüsse sammeln für den Winter ...“ So steht´s in vielen Märchen, Fabeln, Kindergeschichten geschrieben, die das Thema Vorsorge  poetisch ausschmücken. Moral von der Geschichte: Wer nicht rechtzeitig anfängt, guckt später in die Röhre. Dazu zwei Szenen. Die eine spielt in einem Versicherungsbüro: Ein Freund, gelernter Buchhändler, nervös geworden durch Berichte in den Medien, erkundigt sich beim Fachmann, was er tun müsse, um dermal einst einigermaßen sorgenfrei ins Alter zu starten. Nach ein paar Eingaben im PC kommt auch schon der Ausdruck: „Lediglich 600 EUR“ müsse der Freund im Monat ansparen, schon wäre er „im unteren Bereich“ abgesichert. Unter verzweifeltem Gekicher verlässt der Gute das Büro; obwohl sowohl er als auch seine Ehefrau Vollzeit arbeiten,  machen sie Monat für Monat 100-200 EUR Miese – wie soll man da 600 EUR auf die hohe Kante legen können? Hier stimmt was nicht. Und zwar gehörig. – Szene 2: Es ist Herbst geworden in der Bayreuther Straße. Angesichts der nahenden Kältezeit hat sich bei einigen die Laune verfinstert. „Gemütlich“ ist es in den „Wohnungen“ nie; jetzt aber wird´s wieder brutal: nass, kalt, unerträglich. Da dringt, seltsam genug, eine Singstimme hinterm Gebüsch zu den Boulespielern herüber. Es ist ein Mädchen, das vor sich hinsingt und dabei Haselnüsse sammelt, unverdrossen und unbekümmert um irgendwelche Jahreszeiten. Auch wenn es manchmal schwerfällt: Die Haltung des Kindes ist vorbildlich. Niemals aufgeben, immer weitermachen, und sich trotz der miserablen Bedingungen nicht auch noch die Stimmung verderben lassen! Klappt nicht immer, ist aber unschlagbar. So weit die Weihnachtsbotschaft für dieses Jahr. Zu beklagen gibt es selbstverständlich auch wieder einiges. Zwei Genossen aus der Bayreuther Straße sind von uns gegangen, Pavo Becic, genannt Bajo und Karl-Heinz Kumpf. Möge die Erde ihnen leicht sein. – Für viele unvorstellbar: Unser Kollege Dietmar Rudolf  verlässt die Gemeinwesenarbeit. Ihm ist es zu danken, dass es überhaupt eine Kochgruppe gibt. Zahllose Beratungsgespräche hat er geführt, vielen Leuten im unerquicklichen Kampf mit den Behörden beigestanden. Danke, Dietmar, alles Gute und bleib´ uns gewogen! Auch erfreuliche Dinge gibt es zu vermelden: In Mundenheim wurde die neue Boule-Bahn eingeweiht, errichtet auf Veranlassung der scheidenden OB Dr. Eva Lohse. Wir sagen danke! Der Festakt war ein echter Erfolg. – In der Bayreuther Straße haben wir Besuch bekommen, gleich zweimal: Ortsvorsteher Antonio Priolo hat sein Versprechen gehalten und kam höchstpersönlich in die Kochgruppe. Es wurde beraten, geschmaust und diskutiert. Aus dem Termin soll eine regelmäßige Einrichtung werden. Wir freuen uns! – Außerdem besuchte eine Abordnung der BASF das Upcycling-Projekt. Alltagsgegenstände, aber auch Kleinplastiken von künstlerischem Wert wurden gestaltet. Sogar eine Medienexpertin war mit der Kamera dabei: Der höchst professionelle Film ist auf der Website der ÖFG zu sehen (www.foerdergemeinschaft.de). - Ebenfalls erfreulich: Lina Niklas und Lisamarie Barth, aktuelle Praktikantinnen bei der GWA, haben Beiträge geliefert. – Und Robert Azari berichtet (diesmal tatsächlich, wir bitten den Fehler in der letzten Ausgabe zu entschuldigen!) vom Fußballturnier und außerdem von der Vernissage beim STREET DOC. – Wenn die Zeitung rechtzeitig erscheint, nehmt doch bitte den Hinweis von Pfarrerin Elke Maicher auf und eilt zum Nikolausbazar in die Matthäuskirche!  Das wäre doch die perfekte Vorbereitung für die Weihnachtszeit ...

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